Die Gewalt

Ich habe irgendwann versucht mich zu analysieren und nach dem Grund meiner sozialen Einstellung zu suchen. Ich meine ich habe immer mit den kleinen sympathisiert, ich habe immer die Ungerechtigkeit angeprangert, ich habe mich oft für Menschen eingesetzt die in einer schwächeren Position waren, die dadurch dass ich ihnen geholfen habe mich auch noch in eine schwächere Position gebracht haben. Ich habe mich durch meiner Persönlichkeit sehr oft mit den vermeintlich "falschen" solidarisiert. Ich bin aber nur ein Beispiel. Es gibt ja mittlerweile viele die die Gewalt und Ungerechtigkeit zumindest mündlich verurteilen. Dazu gehören schon immer die priviligierte Schicht der wohlhabenden Gesellschaften Europas und Nordamerikas, die abgesicherten, die finanziell besser gestellten, die Ärtze, Ingenieure, Profesoren...

Diese Leute aber wissen garnicht was dafür sorgt dass sie so gut leben dürfen. Leute die durch Geld und Kanonen vor der Wirklichkeit geschützt sind, hassen die Gewalt und wollen nicht einsehen dass sie Bestandteil der modernen Gesellschaft ist und dass ihre eigenen zarten Gefühle nur ein Ergebniss von Ungerechtigkeit sind. Eine Ungerechtigkeit gestützt durch Macht und Gewalt. Sie wollen garnicht wissen woher ihre Einkünfte stammen, woher die Luxus kommt.

Amerika hat es verstanden. Sie plündern um die Welt zu regieren. Die eigenen Einwohner abgesehen von den farbigen Schichten die systematisch am Rand gedrängt werden, leben ein gutes Leben, verdienen sehr gut, ihre Häuser sind gross, ihre Autos sind gross und grosszügig ausgestattet, das Benzin ist fast umsonst und sie haben kaum Probleme mit der Arbeitslosigkeit. Diese Leute wollen einfach nicht sehen was sie dermassen schützt und worauf dieser hohe Standard basiert ist. Ohne Millitär, ohne Macht, ohne Diktat, ohne Stärke läuft heute genauso wenig zusammen wie vor 7000 Jahren auch.

Auf dieser Welt so scheint es mir ist es fast unmöglich zwischen Gut und Böse wählen zu können. Es ist fast immer so dass man die Wahl zwischen zwei übeln hat. Mann kann die Welt von Nazis, Kommunisten, Kapitalisten, Imperialisten, Falagisten, Islamisten, Sozialisten, Marxisten, ...beherrschen lassen oder sie per Gewalt und Krieg besiegen und auch das wäre ein Übel. Eine andere Wahl haben wir nicht und wofür immer wir uns auch entscheiden, wir werden nicht mit sauberen Händen davonkommen. 

19.6.06 20:49

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(23.6.06 12:18)
Lieber Hank,
ich glaube schon, dass die Leute in Europa wissen und verstehen, woher ihr Luxus und Wohlhaben herkommt - es gibt viele, die das wissen, die bewußter leben wollen, die kritisch sind usw. - aber hoffentlich können sie sich auch durchsetzen, nämlich heute und auch in Zukunft. Das ist wichtig.


--- (19.7.06 11:12)
Henk, der Mensch lebt noch im Gungel und alle die einen auf Sozial tun (wie du erkannt hast) sind Heuchler. Und wenn man es wirklich analytisch betrachtet hilft der Mensch nur um für sich wiederum Bündnisse zu schließen. Man hilft auch deshalb schwächere, weil man selbst auch Macht über diese gewinnen will.

Es ist ebenso natürlich auszubeuten und zu helfen. Beides gehört zum Mensch sein dazu und im Grunde übst du beides aus Hormos jan.

Mach dir nichts draus, du stehst damit nicht allein jeder Mensch versucht an Macht zu gelangen. Egal ob nun der Unterlegene oder der Unterdrücker, jeder sucht sich einen guten Platz im Gungel aus.